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        inspiration freie trauung

        Ihr Lieben, heute möchte ich euch mal ein bisschen was von unserer eigenen Hochzeit erzählen und was sich seitdem alles verändert hat.

        Aus irgendeinem Grund gehören mein Wolfgang und ich schon immer zu den Menschen, die gerne gegen den Strom schwimmen. Wir haben noch nie Dinge getan, weil man sie eben so macht. Was wir tun, musste schon immer einen Sinn für uns haben. Das ist wirklich nicht immer leicht, denn sobald du etwas gegen die Norm machst, wird ganz automatisch Kritik kommen. Aber es ist auch irgendwie unsere Richtung und sobald uns jemand kritisiert oder neidisch ist, machen wir für uns was richtig.

        Auf jeden Fall, war es so auch bei unserer Hochzeit. Uns haben einfach die Dinge angesprochen, die nicht ganz der Hochzeit entsprechen, wie man sie bei uns in der ländlichen Gegend erwartet hätte. Wir haben uns sehr viel über das unterhalten, was wir wirklich wollen. Wie unser Tag aussehen soll. Was unsere Wünsche und Träume sind. Unsere Vorstellungen von unserer Hochzeit. Und vor allem haben wir uns auch gefragt, was wir NICHT wollen. Und das ist eine ganz wichtige Frage, die würde ich euch ganz besonders ans Herz legen. Stellt euch diese Frage und handelt danach. Das ist so so wichtig, denn dann wird es ein Tag, der absolut euch entspricht.

        Für mich war es von Anfang an klar, dass ich nicht kirchlich heiraten muss. Ganz einfach aus dem Grund, weil ich noch nie einen großen Bezug zur Kirche hatte. Auch unsere Eltern haben uns nicht so erzogen, dass wir dazu eine große Verbindung aufgebaut haben. Ich habe das auch nie gewollt, mir gibt es ganz einfach nichts. Ich glaube an eine höhere Macht, die da ist, auf uns achtet und aufpasst, die uns beschützt und behütet und für uns da ist, aber für diesen Glauben brauche ich keine Kirche. Wäre es Wolfgang damals wichtig gewesen, dass wir kirchlich heiraten, dann hätte ich das nur für ihn getan. Aber ich finde die kirchliche Trauung ist auch etwas, das viele tun, nur weil man es eben so kennt und schon immer so gemacht hat.

        So haben wir uns eben für eine freie Trauung entschieden. Was im Rückblick wirklich eine der besten Entscheidungen waren, die wir treffen konnten. Auch wenn wir da erst mal nicht bei allen auf Begeisterung gestoßen sind. Wir haben uns aber nicht verunsichern lassen. Auch die zusätzlichen Kosten, haben uns nicht davon abgebracht. Also ich sage euch ganz ehrlich, es gibt an Hochzeiten schon Punkte, wo man sparen kann, aber es gibt auch wieder andere, wo man lieber investieren als sparen sollte. Die Trauung war einer der wichtigsten Punkte an unserem Tag, darum hätten wir da niemals dran gedacht zu sparen. Und es war auch wirklich eine Investition in unser Leben. Warum? Weil sie unsere Beziehung auf eine ganz andere Ebene gebracht hat und wir so viel für uns gelernt haben, das uns dahin gebracht hat, wo wir heute sind.

        Wir haben uns damals für die liebe Sabine von Traubar entschieden. Erst haben wir noch nicht so richtig gewusst, was auf uns zukommt, als wir uns mit ihr zum Kennenlerngespräch getroffen haben. Nach einem langen Gespräch wussten wir dann, es wird noch so viel mehr, als wir uns vorstellen konnten. So viel mehr, als nur eine Traurede. Sie hat uns in diesem Gespräch auch etwas mitgegeben, was ein Geschenk war, ein Geschenk für die Entwicklung unserer Beziehung. Eine Rede an unserer Hochzeit, die uns tief berührt hat. Sie hat uns etwas aufgezeigt, das uns vorher nicht bewusst war. Und sie hat nicht nur uns angesprochen, sondern es war die ganze Gesellschaft gefangen in ihren Worten.

        Und genau das ist das Besondere an einer freien Trauung. Es geht dabei nur um euch, um eure Beziehung, eure Liebe und die Tiefe, die ihr miteinander lebt. Es ist eure Geschichte, die ihr geschrieben habt. Es seid ihr und eure Art und Weise miteinander, die auch eure Gäste zum nachdenken bringt, nicht über euch, aber über ihre eigene Beziehung. Eine Trauung, wo jeder für sich etwas mitnehmen kann und eine Möglichkeit bekommt sich zu hinterfragen und zu entwickeln. Und sie ist emotional, ja das ist sie wirklich. Und nicht nur ein bisschen, sondern sehr! Es gibt ein paar Momente in unserer Trauung, bei denen kommen mir heute noch die Tränen, wenn ich daran denke.

        Ok. Das war jetzt die eine schöne Seite von einer freien Trauung. Sozusagen das Vorzeigestück, wie sie eigentlich immer sein sollte. Leider ist es aber nicht immer so. Oft nämlich genau das Gegenteil. Ich habe als Fotografin selbst schon Trauungen begleitet, die waren so trocken und unemotional, da konnte man nicht mal an Tränen denken. Da war der Inhalt der Rede, bei welchem Fest sich die beiden kennen gelernt haben und welchen Studiengang sie absolviert haben. Und ich würde sagen, auf einer Hochzeit, weiß genau das mindestens jeder der Gäste. So kann es leicht sein, dass es keine Bereicherung mehr ist, sondern eher eine Enttäuschung, wo man sich das Geld lieber gespart hätte.

        Was ich euch also ans Herz legen möchte, ist auf jeden Fall die Entscheidung für eine freie Trauung. Aber es ist wirklich so wichtig, dass ihr auch die richtige Person an eurer Seite habt, die eure Trauung hält. Lernt sie vorher kennen, schaut auf welche Art und Weiße sie das macht, was die Inhalte der Rede sein werden und worauf der Schwerpunkt liegt. Fragt Paare die selbst eine freie Trauung hatten oder euren Fotografen, die oft die Redner kennen und euch dabei unterstützen können. Denn mit dem richtigen Menschen werdet ihr eine wirklich schöne und emotionale Trauung haben und nicht danach enttäuscht sein.

        Dann werdet ihr an die Zeilen gefesselt sein, die gesprochen werden. Dann gibt es eurem JA-Wort noch mal eine ganz andere Bedeutung, eine viel tiefere. Und es bleibt einfach in unseren Herzen, nicht nur für den Tag, sondern für alle Tage die noch kommen.

        Ich denke immer wieder gerne an diese Momente zurück und danke dir Sabine, für diese wunderbare Erfahrung. Du warst und bist mit deiner Art und deine Worten eine Bereicherung für uns.

        Ihr Lieben, wenn ihr irgendwelche Gedanken dazu habt, schreibt mir gerne und lasst mich daran teilhaben.

        Eure Verena

         

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